Lachman-Test
Test für das vordere Kreuzband
- Kurzbeschreibung: Der Lachman-Test dient dem Nachweis einer Instabilität des vorderen Kreuzbandes und ist besonders für die Diagnostik der häufig auftretenden isolierten Läsion des vorderen Kreuzbandes geeignet
- Durchführung (Patient liegt)
- Der Untersucher hebt mit einer Hand den Oberschenkel des Patienten an, umfasst mit der anderen Hand kniegelenksnah den Unterschenkel (Daumen auf Tuberositas tibiae) und führt eine Beugung von 20° im Kniegelenk durch
- Nun wird die Tibia bei fixiertem Femur mehrmals nach ventral gezogen und der „Anschlag“ (d.h. das Gefühl beim Stoppen der Tibiatranslation) wird evaluiert
- Einschätzung der Qualität des fühlbaren Anschlages (im Vergleich zur Gegenseite)
- Befund
- Physiologisch
- Sofortiger harter Anschlag → Straffes vorderes Kreuzband
- Pathologisch
- Verspäteter harter Anschlag: Verlängertes vorderes Kreuzband
- Fehlender oder weicher Anschlag: Schädigung des vorderen Kreuzbandes
- Vorteile (gegenüber anderen Tests des vorderen Kreuzbandes)
- Im Vergleich zum Pivot-Shift-Test keine Narkose notwendig, da er weniger Schmerzen verursacht
- Im Vergleich zur Vorderen Schublade deutlich höhere Sensitivität