Lachman-Test

Test für das vordere Kreuzband

  • Kurzbeschreibung: Der Lachman-Test dient dem Nachweis einer Instabilität des vorderen Kreuzbandes und ist besonders für die Diagnostik der häufig auftretenden isolierten Läsion des vorderen Kreuzbandes geeignet
  • Durchführung (Patient liegt)
    1. Der Untersucher hebt mit einer Hand den Oberschenkel des Patienten an, umfasst mit der anderen Hand kniegelenksnah den Unterschenkel (Daumen auf Tuberositas tibiae) und führt eine Beugung von 20° im Kniegelenk durch
    2. Nun wird die Tibia bei fixiertem Femur mehrmals nach ventral gezogen und der „Anschlag“ (d.h. das Gefühl beim Stoppen der Tibiatranslation) wird evaluiert
    3. Einschätzung der Qualität des fühlbaren Anschlages (im Vergleich zur Gegenseite)
  • Befund
    • Physiologisch
      • Sofortiger harter Anschlag → Straffes vorderes Kreuzband
    • Pathologisch
      • Verspäteter harter Anschlag: Verlängertes vorderes Kreuzband
      • Fehlender oder weicher Anschlag: Schädigung des vorderen Kreuzbandes
  • Vorteile (gegenüber anderen Tests des vorderen Kreuzbandes)
    • Im Vergleich zum Pivot-Shift-Test keine Narkose notwendig, da er weniger Schmerzen verursacht
    • Im Vergleich zur Vorderen Schublade deutlich höhere Sensitivität